13-05-2019

Interview mit Theo Velis

Wollten Sie schon immer wissen, wie Theo DDM aufgebaut hat? Wir baten Theo, uns etwas darüber zu erzählen. Wenn es darum geht, über früher und sein tolles Unternehmen zu sprechen, ist Theo sofort Feuer und Flamme! Das Ergebnis: eine spannende Geschichte. Man merkt Theo an, dass er immer noch jeden Tag mit Energie und Leidenschaft an die Arbeit geht.

Theo erzählt:

Als ich 15 Jahre alt war, habe ich bei einem Importeur von Erdbewegungsmaschinen gearbeitet. Ich arbeitete vier Tage die Woche, ging einen Tag die Woche zur Schule und machte meinen Abschluss als Monteur für Dieselkraftfahrzeuge. Außerdem besuchte ich die Abendschule, wo ich meine Diplome für Elektroschweißen und Hydraulik erhielt. Ich habe zwei Jahre bei diesem Betrieb gearbeitet.

Mit dieser Erfahrung und einigen Diplomen in der Tasche begann ich, bei einem Abbruchunternehmen zu arbeiten. Mein Vater arbeitete ebenfalls bei dieser Abbruchfirma, und das wollte ich auch. Ich wollte große und komplexe Bauwerke wie Brücken, Kraftwerke etc. ordentlich zerlegen. Anfangs habe ich einen mobilen Abbruchbagger und dann eine (damals große) Raupenmaschine bedient. Nach zwei Jahren musste ich 18 Monate Militärdienst ableisten, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Nach meinem Militärdienst kehrte ich zu dem Abbruchunternehmen zurück, wo ich alle Disziplinen durchlief und erlebte. Dazu gehört der Abbruch von Hand, mit Abbruchbaggern und mit Kran mit Abbruchkugel. Später wurde ich dann Vormann, Bauleiter, Projektleiter und schließlich stellvertretender Geschäftsführer. Hier habe ich auch meine Sprengdiplome gemacht. Ich habe viele große Gebäude und Schornsteine sprengen lassen, vor allem in Limburg. Ich habe dieses Unternehmen 1990 verlassen, was mir nicht leicht gefallen ist.

Ich hatte dann ein Jahr lang keinen Kontakt zu den Kunden meines früheren Arbeitgebers. Obwohl es kein Wettbewerbsverbot gab, hielt ich das nicht für angemessen. Es war nicht einfach, wieder auf das Niveau zu kommen, das ich gewöhnt war. Mein alter Arbeitgeber hatte alles, was man sich vorstellen konnte. Und wenn etwas fehlte, wurde es gekauft! Ich stand wieder am Anfang.

Die erste Arbeit, die ich übernahm, war das manuelle Ausschaufeln von Räumen im Erdgeschoss des Akademischen Krankenhauses in Utrecht. Dort konnte ich unsere gesamte Ausrüstung benutzen, nämlich drei Schaufeln und zwei Schubkarren. Überall, wo ich hinkam, hieß es: Es ist toll, dass du das tust. Das ist eine schöne Herausforderung. Sobald du als DDM genügend Arbeiten selbstständig durchgeführt hast, bist du wieder herzlich willkommen. Wir möchten deine Referenzen sehen.

Ich fing an, die Frage nach dem Huhn und dem Ei zu verstehen: ohne das eine bekommst du das andere auch nicht.

Als die Mauer in Ostdeutschland gefallen war, nahmen wir dort unseren ersten großen Auftrag an:
30.000 Tonnen Schrott und 150.000 m³ Vollbeton. Durch diesen Job konnte ich die ersten großen Maschinen kaufen. Dabei wurde ich auch von einigen anderen Unternehmen unterstützt, wofür ich ihnen noch immer dankbar bin. Von Deutschland ging es zurück in die Niederlande, von den Niederlanden nach Belgien und von Belgien nach Frankreich. Heute agieren wir weltweit und haben schon in jedem Winkel der Welt gearbeitet. Bei uns steht der Kunde im Mittelpunkt. Wir lassen unsere Kunden nie im Stich und erfüllen alle ihre Wünsche.


Unsere wichtigsten Kunden sind: BSR Deutschland, DSM, ESSO, NS und die Zentrale in Utrecht, der Energieversorger NUON (früher Reliant).
Wir arbeiten heute für mehr als 200 große Unternehmen, darunter viele multinationale Konzerne.

Von Anfang an waren mir ein paar Dinge sehr wichtig: Sicherheit und Qualität, gute Kollegen und gute Kunden, die zu einem passen sowie gegenseitiges Vertrauen.
Wenn eine gute Atmosphäre herrscht, geht man gern zur Arbeit, und das gibt einem das „Wir-Gefühl".

Mit einem guten Team haben wir DDM zu dem gemacht, was es heute ist: ein Spezialunternehmen, das weltweit Projekte wie Abbruch, Sanierung, Demontage, Umzüge und Montage durchführt. Auch im Handel sind wir stark. Wir kaufen komplette Anlagen, Kraftwerke, Werkseinrichtungen, Stahlwerke usw. Mittlerweile verarbeiten wir durchschnittlich 100.000 Tonnen Schrott pro Jahr, der vollständig recycelt und zu neuen Baustoffen verarbeitet wird.

Alle Projekte werden von unserer Geschäftsstelle in Absprache mit dem Kunden durchgeführt. Wir finden für alles eine Lösung. Geht nicht gibt‘s nicht. Dabei gehen wir mit einem guten Team in Zusammenarbeit mit dem Kunden vor.

Man kann alles kaufen, außer einem guten und erfahrenen Team. Das muss aufgebaut werden.Und wir haben ein gutes und erfahrenes Team – Fachleute, die ihre Arbeit mit Leidenschaft verrichten. Ich habe das nicht allein geschafft, sondern gemeinsam mit allen Mitarbeitern von DDM. Und darauf bin ich stolz!


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